31. Man umhülle es [d.h. das Buch der Psalmen] aber nicht in gefälliger Weise mit weltlichen Worten, noch versuche man die Ausdrücke umzugestalten oder ganz zu verändern, sondern man trage in ganz ungekünstelter Weise das Geschriebene vor und singe es, wie es ausgesprochen ist, damit die heiligen Männer, die es uns verschafft haben, in dem sie ihr Eigentum erkennen, mit uns beten, … Denn um wie viel das Leben der Heiligen besser ist als das der Übrigen, für so viel besser und kräftiger wird man auch mit Recht ihre Worte halten, als die, welche wir zusammenfügen. Denn in diesen gefielen sie Gott, und in dem sie das alles sagten, haben sie, wie der Apostel sagt, Königreiche bezwungen, Gerechtigkeit geübt, Verheißungen empfangen, Löwenrachen verstopft, die Gewalt des Feuers gedämpft, sind der Schärfe des Schwertes entronnen, haben sich von Krankheit erholt, sind stark geworden im Kriege, haben die Heere der Feinde um Weichen gebracht, haben Weiber ihre Toten durch die Auferstehung wieder bekommen.
Brief des Athanasius über die Psalmen (Teil 10 (Schluss): Die Psalmen beim Wort nehmen)
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