Archiv für March, 2009

Was brauchen junge Christen?

J.I. Packer erklärt in einem kurzen Videoclip, der auf einer christlichen Buchmesse entstand, was junge Christen brauchen, um geistlich zu wachsen. Schlicht und Genial!

Ich habe Packer ein einziges Mal getroffen. Er ist unglaublich klug, gebildet, weise und liebt seinen Herrn. Solche geistlichen Riesen fehlen uns.

Hier der Clip:


JI Packer Speaks To New Christians from Mike Anderson on Vimeo.

»Es ist ein düsteres Reich«

Kanadische Wissenschaftler haben ein riesiges Spionagenetz entdeckt, das Computer in aller Welt überwacht. Betroffen sind einem Bericht der New York Times zufolge auch Botschaften, Außenministerien und andere staatliche Behörden sowie die Büros des Dalai Lama in Indien, Brüssel, London und New York.

Die noch laufende Operation, von den Forschern »GhostNet« (Geisternetz) genannt, hat in weniger als zwei Jahren mindestens 1295 Computer in 103 Ländern infiltriert. Das System wird fast ausschließlich von Rechnern in China kontrolliert, eine Verstrickung der chinesischen Regierung ließ sich jedoch nicht nachweisen, berichtete die Zeitung am Sonntag. Wie bei »Big Brother« können die Spione mit ihrer Software auf den infizierten Computern auch die Kamera und Tonaufnahme anschalten und so den betreffenden Raum überwachen. Ob diese Funktion genutzt wurde, wissen die Forscher nicht.

Also, ab und an den Strom abstellen.

Hier der Bericht der FAZ: www.faz.net.

Patrick Süskind im Interview

Patrick Süskind hat mit Das Parfüm einen der erfolgreichsten postmodernen Romane geschrieben. Obwohl ausgesprochen medienscheu, hat er zum 60. Geburtstag (völlig überraschend) der WELT KOMPAKT ein besonders postmodernes Interview gegeben: www.welt.de.

Warum Theologen am Sühnetod Jesu zweifeln

Matthias Kamann hat für DIE WELT einen Beitrag über die zeitgeistkonformen Sühnetheologien geschrieben.

Es sind hier also keineswegs Weichspüler am Werk, sondern bestens ausgewiesene und bibelfeste Theologen. Völlig klar ist dabei für sie alle, dass der sündige Mensch der göttlichen Vergebung bedarf. Bezweifelt wird nur, dass diese Vergebung sich in der Kreuzigung wie in einem Sühneopfer vollziehe.

Berufen können sich diese Zweifler auf die Evangelien, in denen sich kaum ein Hinweis findet, dass Jesus seinem Tod die Bedeutung der Sündenvergebung gegeben hätte. Umgekehrt könnte sich sein Satz im Johannes-Evangelium – »Welchen ihr die Sünden vergebt, denen sind sie vergeben« – so verstehen lassen, dass Jesus die Sündenvergebung unabhängig vom Kreuzestod dachte.

Neben den Einsetzungsworten beim letzten Abendmahl in Mt 26,26–28 fällt mir dazu auch der Text zum heutigen Sonntag (Judica, »Gott, schaffe mir Recht!« Ps 43,1) ein. In Mt 20,28 sagt Jesus:

Der Menschensohn ist nicht gekommen ist, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung (lu/tron) für viele.

Hier der Beitrag aus DIE WELT: www.welt.de.

Christentum und Demokratie

ChristentumundDemokratie.jpgFür christliche Kirchen wurzelt eine Grundvoraussetzung der Demokratie, die unantastbare Würde des Menschen, in seiner Gottebenbildlichkeit. Daraus erwächst die Verpflichtung, die Demokratie in kritischer Solidarität mitzugestalten.

Die aktuelle Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament widmet sich dem Thema »Christen in der Demokratie«. Der Beitrag »Demokratie und christliche Ethik«, verfasst von meinem Chef, befasst sich auch mit der Frage, wie die Evangelikalen zur demokratischen Ordnung stehen. Das Ergebnis mag den ein oder anderen überraschen.

Die gedruckte Ausgabe der Wochenzeitung Das Parlament erscheint am 30. März. Die digitale Beilage Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 14/2009) kann bereits hier frei herunter geladen werden: SMK6HX.pdf.

E.P. Sanders blickt zurück

Das bedeutendste Fundament für die so genannte ›Neue Paulusperspektive‹ wurde 1977 von Ed Paris Sanders mit dem Werk Paul and Palestinian Judaism (auf Deutsch vergriffen) gelegt. Sanders wühlte die akademische Welt der zeitgenössischen paulinischen Studien mit der These auf, der Judaismus sei zur Zeit des Paulus kein selbstgerechtes, auf Werke gegründetes System, sondern sei damals bereits eine Gnadenreligion gewesen.

Die neuen Paulusperspektiven stehen und fallen mit der Wahrnehmung der jüdischen Religion zwischen 200 v.Chr und 200 n.Chr. Friedrich Avemarie und Simon Gathercole haben die Thesen von Sanders bereits in einigen Punkten relativiert und korrigiert. Ich vermute, dass demnächst weitere kritische Werke publiziert werden.

Hier ein autobiographischer Rückblick von Sanders auf seine akademische Laufbahn: An Academic Autobiography.

Außerdem hier ein Promo-Interview mit E.P. Sanders anlässlich zwei neuer Buchveröffentlichungen zu seinen Ehren:

Die Heiligkeit Gottes

739.jpgDie Ligonier Ministries haben vom 19.–21. März 2009 anlässlich des Calvinjahres eine Konferenz zum Thema »Die Heiligkeit Gottes« in Orlando (U.S.A.) veranstaltet. Zu den Rednern gehörten bekannte Leute wie Thabiti Anyabwile, Alistair Begg, Don Carson, Ligon Duncan, Sinclair Ferguson, Robert Godfrey, Steven J. Lawson, Al Mohler und R.C. Sproul.

Die Vorträge sind teilweise von ausgezeichneter Qualität und zeigen, dass es Calvin vor allem um eins ging: Gott in allem die Ehre zu geben. Das sollte auch unser Anliegen sein.

Freundlicherweise wurden Videoaufzeichnungen von der Konferenz online gestellt (Englisch u. Spanisch): vidego.316networks.com.

Was bedeutet Ostern für Marcus Borg?

Der Neutestamentler Marcus Borg ist ein einflussreicher Impulsgeber für die Emerging Church-Bewegung und tourt gelegentlich zusammen mit Brian McLaren und Diana Butler Bass durch Nordamerika, um neu aufkommende Formen progressiven Christseins vorzustellen (siehe hier). Als Mitglied des Jesus-Seminars und als Buchautor hat der Panentheist Borg in den eher liberalen Theologenkreisen einen großen Namen, wird allerdings auch von protestantischen und katholischen Laien gern gelesen (Wie sonst könnte man mit theologischen Büchern Bestsellerauflagen erzielen, wenn man kein Papst ist?).

Was denkt Marcus Borg eigentlich über Jesu Sterben am Kreuz?

N.T. Wright, der zusammen mit seinem Freund Borg ein Buch herausgegeben hat, verblüffte im Jahr 2006 in einem Interview mit The Australien die Öffentlichkeit mit der Bemerkung:

Marcus Borg glaubt tatsächlich nicht, dass Jesus Christus leiblich vom Tod auferstanden ist. Ich kenne Marcus gut. Er liebt Jesus und glaubt leidenschaftlich an ihn. Die philosophische und kulturelle Welt, in der er groß geworden ist, hat es ihm sehr sehr schwer gemacht, an die leibliche Auferstehung zu glauben.

Wenn Borg schon nicht an die leibliche Auferstehung glaubt, sollten wir uns einige Minuten Zeit dafür nehmen, herauszufinden, was für ihn der Tod von Jesus Christus bedeutet. Warum glaubt Borg so leidenschaftlich an Jesus?

Lesen Sie weiter: marcusborg.pdf.

Next Page »