Sproul: Kennzeichen des Gebets nach Calvin

R. C. Sproul sagte über das Gebet bei Calvin:

Wenn ich zusammenfasse, was Calvin über das Gebet sagt, würde ich formulieren: Die Hauptregel des Gebets ist, sich zu erinnern, wer Gott ist und wer wir sind. Wenn wir uns an diese zwei Dinge erinnern, werden unsere Gebete immer durch Anbetung und Bekenntnis gekennzeichnet sein.

VD: JT

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Bedroht, verfolgt, ermordet – die Lage der Christen im Irak

Der DLF hat über die schwierige Lage der Christen im Irak berichtet.

Hier der Podcast: dlf_20100303_0936_efc21300.mp3.

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Sein letztes Album: »American VI: Ain’T No Grave«

41YVaTniSGL._SL160_.jpgGunter Gabriel war dabei, als Johnny Cash sein letztes Album aufnahm. Er schreibt (BamS):

Eine Geschichte, die einiges über meinen Freund Johnny erzählt, vorweg: 2003, zwei Wochen vor seinem Tod, war ich zu Aufnahmen in seinem Studio. Da lag eine Bibel auf dem Tisch. Sie war abgewetzt, hatte unter blätternden Fingern gelitten, sich hochgedient vom Soldaten zum General – und; zum Schluss diesen Platz erkämpft. Als ich sie aufschlug, sah ich ihren Wert: Jede – ich schwöre euch, Leute – jede Seite war komplett von Johnny durchgearbeitet. Seine Anmerkungen mit rotem, grünem und blauem Kugelschreiber übersäten den Text. Jede Farbe war wichtig.

Und genau so wichtig waren ihm die Songs der letzten 30 Minuten Studioaufnahmen. Es sind die besten von ihm, die es je gab. Wer Großes hört, wird still mit sich und der Welt. Ich bin nach den 30 Minuten mit dieser CD ziemlich still gewesen (auch wenn ich mal den Lautsprecher mache), aber Johnnys letzte Songs machen ebenso viel Mut zum Leben wie zum Sterben. Ein Höhepunkt für mich: Im sparsam besetzten »I Corinthians 15:55« rezitiert er Bibelverse und fragt: »Oh Tod, wo ist dein Stachel?« Da wird man eben still und weiß: Ja, Johnny, du konntest sterben und davon singst du bis zuletzt.

Hier gibt es die CD »American VI: Ain’T No Grave«:

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Öffentliche Religion: Ein Symbol vor Gericht

Richter in Düsseldorf ziehen um und nehmen die Kreuze nicht mit. Nun gibt es Streit mit den Kirchen. Wie viel Einfluss hat der Glaube in Deutschland noch? Anna-Verena Ruster schreibt:

Der Düsseldorfer Stadtdechant Rolf Steinhäuser ist empört. Er sagt, ein Kreuz sei kein beliebiger Einrichtungsgegenstand, den man wie eine Vase oder wie einen Aktenschrank zurücklassen könne. Im Nationalsozialismus und im Kommunismus seien Kreuze aus dem öffentlichen Raum entfernt worden – beides Systeme, die Gerechtigkeit und Justiz mit Füßen getreten haben. Und nun passiert genau das, die Entfernung des Kreuzes, im neuen Amts- und Landgerichtsgebäude in Düsseldorf. In Abstimmung mit dem Oberlandesgericht haben die beiden Präsidenten der Gerichte entschieden, die Kreuze nicht mitzunehmen, wenn sie Mitte März in ein neues Gebäude umziehen. Dabei sehen sie sich durch viele Argumente bestärkt. Der Pressedezernent des Landgerichts, Peter Schütz, weist darauf hin, dass auch in den beiden obersten Gerichten der Bundesrepublik in Karlsruhe kein Kreuz hängt, weder im Bundesverfassungsgericht noch im Bundesgerichtshof, der für Zivil- und Strafrecht zuständig ist. Die christlichen Symbole würden nun auch aus dem weltanschaulich neutralen öffentlichen Raum des Düsseldorfer Gerichts entfernt werden. In der Chirurgie des Kreiskrankehauses Bad Soden im Main-Taunus Kreis wurden, angeblich nach der Beschwerde zweier Patienten, zwölf Kreuze abgehängt und in Müllsäcken abtransportiert. Das städtische Krankenhaus war früher katholisch. Nach dem Umzug der Chirurgie nach Bad Soden hatten Mitarbeiter die Kreuze wieder aufgehängt.

Hier der Artikel: www.merkur.de.

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Post-Reformation Digital Library

Die »Post Reformation Digital Library« des Calvin College sollte sich jeder genauer anschauen, der den reformatorischen Literaturkanon besser kennenlernen möchte. Etliche der alten Dokumente sind inzwischen digitalisiert. So zum Beispiel ein Dokument, das ganz in meiner Nähe entstanden ist:

  • Olevian, Caspar: Der Gnadenbund Gottes, Erkläret in den Artickeln vnsers allgemeynen, vngezweiffelten Christlichen Glaubens, vnd in den angehengten zeichen vnd sigeln, welche man die H. Sacramenta nennet d.i. die Artikel des alten, waren ungezweiffelten christlichen Glaubens …, Herborn 1590

Zur Post-Reformation Digital Library heisst es:

The Post-Reformation Digital Library is a collection of resources relating to the development of theology during the Post-Reformation/early modern era (ca. 16th-18th c.), hosted by the H. Henry Meeter Center for Calvin Studies of Calvin College and Calvin Theological Seminary. The Post-Reformation Digital Library (PRDL) is a select bibliography focusing on primary source documents on early modern theology and philosophy, spanning publicly-accessible collections from major research libraries, independent scholarly initiatives, and corporate documentation projects.

Hier die Adresse: libguides.calvin.edu.

VD: JW

Maria Flachsbarth begrüßt »Tag der bedrängten und verfolgten Christen«

CDUhanossib1123-3.jpgDie Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) begeht am 28. Februar erstmals einen »Tag der bedrängten und verfolgten Christen«. Dazu erklärt die Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Kirchen und Religionsgemeinschaften, Dr. Maria Flachsbarth, MdB am 25. Februar:

Die christlich-liberale Koalition hat die Religionsfreiheit im Koalitionsvertrag ganz oben auf die Agenda gesetzt. Dafür weltweit einzutreten und dem Schicksal verfolgter Christen Aufmerksamkeit zu schenken, ist eine zentrale Aufgabe für diese Legislaturperiode. Ich freue mich daher, dass die evangelische Kirche in Deutschland (EKD) einen Tag für die bedrängten und verfolgten Christen anberaumt hat.
Vor allem Christen ist in vielen Staaten das Bekenntnis zu ihrer Religion nicht möglich, ohne dass sie dafür Nachteile erleiden oder sogar Gewalt erfahren. Besonders gilt dies beispielsweise in Indien, Ägypten und Malaysia. Es ist ein Gebot der Solidarität, dass wir kontinuierlich auf ihre schwere Situation aufmerksam machen. Darüber hinaus fordern wir die ungestörte Religionsausübung für alle religiösen Minderheiten ein.
Die evangelische Kirche in Deutschland (EKD) nimmt an diesem Sonntag vor allem die christliche Minderheit im Irak in den Blick. Es ist wichtig, dass wir die Christen in dieser Region nach den gemeinsamen Anstrengungen für die Aufnahme 10 000 verfolgter Iraker in die Europäische Union jetzt nicht aus den Augen verlieren. Die jüngsten Übergriffe im Norden des Landes beweisen dramatisch, dass Christen im Irak weiterhin massiv bedroht sind und für ihren Glauben oft mit dem Leben bezahlen müssen.

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Das teure Blut des unbefleckten Lammes

In der Orientierungshilfe Aus Leidenschaft für uns der Evangelischen Kirche im Rheinland wird die Frage: »War der Tod Jesu ein Sühnopfer?« lapidar wie folgt beantwortet (S. 29–30):

Die Frage lässt sich einfach beantworten: Er war es nicht. Alle äußeren Merkmale eines kultischen Opfers fehlen: Es gibt keinen Altar, keine rituelle Schlachtung, keinen Tempel, keinen Priester, keinen Gottesdienst. Der Tod Jesu war keine religiöse Opferung, sondern die römische Todesstrafe für einen Unruhestifter.

Ist die Antwort auf die Frage »Warum starb Jesus?« wirklich so simpel? Was ist zum Beispiel mit Mt 20,28, Eph 5,2 oder mit 1Petr 1,18–19, wo es heißt:

Ihr wisst doch, dass ihr nicht mit Vergänglichem, mit Gold oder Silber, freigekauft wurdet aus einem Leben ohne Inhalt, wie es euch von den Vätern vorgelebt wurde, sondern mit dem teuren Blut eines makellosen, unbefleckten Lammes, mit dem Blut Christi.

Ich möchte hier keine Debatte über das Sühneopfer eröffnen, aber die aktuelle Diskussion als Gelegenheit dafür nutzen, ein ausgezeichnetes Buch zum Thema vorzustellen. Die Ausarbeitung:

  • Steve Jefferry; Michael Ovey; Andrew Sach: Pierced for Our Transgressions: Rediscovering the Glory of Penal Substitution, Wheaton, Illinois, Crossway Books (früher IVP), 372 S.

sollte jeder lesen, der sich ernsthaft für die Debatte um das Sühneopfer interessiert. David F. Wells, Professor für Historische und Systematische Theologie am Gordon-Conwell Theological Seminary (U.S.A.) schreibt über das Buch:

At the cross, when Jesus bore the penalty for our sins in our place, the grace of God paid the price his holiness required. This has been the message of the gospel down the ages because this is the message of the gospel as Scripture reveals it. I am deeply grateful for this book, which illumines these facts so well. It is a book faithful to Scripture, knowledgeable of history, conversant with current debate, and deeply committed to seeing the Church flourish in our day.

I. Howard Marshall, Emeritus Professor für Neues Testament an der Universität von Aberdeen (Schottland), bekanntlich kein reformierter Theologe, äußerte sich ebenfalls lobend zum Buch:

I commend this book for its comprehensive and fair scrutiny of the many objections brought against the doctrine of penal substitution in recent years. Even those who, like me, would disagree with the authors’ belief that a doctrine of particular redemption (or ‘limited atonement’) is a necessary part of this doctrine will be grateful for this useful contribution to the current debate with its careful demonstration of the weaknesses of so many of the common criticisms made of the doctrine.

Weitere Stellungnahmen zu dem Buch, das m.E. in die deutsche Sprache übersetzt werden sollte (obwohl die deutschsprachigen Welt zu wenig Beachtung findet), gibt es hier. Bestellt werden kann Pierced for Our Transgressions ebenfalls:

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Haiti: Hilfe für Erdbebenopfer

Claudia Dewald, eine liebe Freundin, ist vor einigen Tagen aus der Gegend um Port au Prince zurückgekehrt. Anbei einige Fotos von der Reise.

Die Hilfsorganisation GAIN, für die Claudia in Haiti unterwegs war, kann zugunsten der Hilfe für Erdbebenopfer in Haiti hier unterstützt werden: www.gain-germany.org.

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