Gleichberechtigung nach Frau Richling

Matthias Richling nimmt die Gender-Ideologie satirisch unter die Lupe:

Sechs Tipps für die Kleingruppenarbeit

Johnny und Chachi haben einige innovative Ratschläge für die kirchliche Gruppenarbeit (leider nur in englischer Sprache):

Die 10 Gebote des Erfolgs

Die Redaktion von WELT KOMPAKT nimmt das neue Buch von Jörg Knoblauch So behalten Sie Ihren Job: Wie Sie Ihren Arbeitsplatz langfristig sichern (zusammen mit Werner Tiki Küstenmacher) aufs Korn.

Köstlich:

Heidegger als Versuchung

Odo Marquard beschreibt in seinem Aufsatz »Sprachmonismus und Sprachpluralismus« amüsiert, wie während seiner Studienzeit in Freiburg Martin Heidegger zur Versuchung wurde (Quelle: Skepsis in der Moderne, S.74–75). Später kamen freilich andere Versuchungen, wie z.B. die Frankfurter Schule, hinzu.

Für meine Generation – die unmittelbare Generation der Studierenden nach Ende des Zweiten Weltkriegs – war zweifellos Heidegger die Versuchung. Den Namen Heidegger habe ich zuerst 1947 in Münster gehört. Zum Winter 1949 sind drei Studenten der Philosophie – Hermann Lübbe, Karlfried Gründer und ich – dann aus Münster nach Freiburg gekommen, gleichzeitig mit Ernst Tugendhat, der aus Amerika kam und in seinen Philosophischen Aufsätzen darüber berichtet. Wir kamen auch und gerade Heideggers wegen nach Freiburg. Heidegger durfte damals noch nicht wieder lesen: Vielleicht hat gerade das zusätzlich stimuliert. Heidegger war – trotz seiner Abwesenheit – überall präsent; nur ein Beispiel: Es gab damals Professorenbilder im Ansichtskartenstil in Freiburg zu kaufen. Jede Professorenansichtskarte kostete 80 Pfennige, nur Heidegger kostete – bei gleicher Aufmachung – 1,20 D-Mark. In der Philosophie war Freiburg ein durch Heidegger missioniertes Gebiet: Alle glaubten – irgendwie – an Heidegger. Aber es gab zugleich mehrere Sekten – die Fink-Sekte, die Müller-Sekte, die Szilasi-Sekte, auch die Welte-Sekte -, die darum stritten, den »wahren« Heidegger zu repräsentieren, was sie – nicht eigentlich bei den Lehrern, aber bei den Schülern – gegeneinander unerbitt- lich machte: Anstandshalber durfte niemand die jeweils anderen Sekten auch nur besuchen. Nur wir »Münsteraner« und Ernst Tugendhat galten diesen Sekten als philosophisch unzuverlässig – sozusagen als potentielle Heidegger-Heiden – und durften als Strafe für unsere Unzuverlässigkeit schimpflicherweise alle Sekten besuchen. Die Komik dieser Situation – man traf nicht auf einen Heidegger, sondern auf vier Heideggers und auf vier Heidegger- Jargons – wurde uns sehr bald bewußt. Sie führte zur weiteren Relativierung des Heidegger-Anspruchs: So sind wir – zumindest ein wenig – Heideggers Jargon entronnen.

»Mama hat Ferien vom Herd«

Diese Werbung für den »Wienerwald« haben wir vor zwei Tagen in einer SPIEGEL-Ausgabe aus dem Jahr 1964 gefunden. Meine Frau hat die Anzeige gerahmt und sucht nun nach einem guten Platz im Wohnraum (vorzugsweise in der Küche). Was sagt uns das über die Familienklischees der Nachkriegszeit? Was sagt es über uns?

Hier der Werbetext:

Am Sonntag bleibt die Küche kalt – da geh’n wir in den Wienerwald! Eine prächtige Idee: Mutti hat einmal in der Woche »Ferien vom Herd«! Sie braucht nicht zu braten, nicht anzurichten und abzuspülen. Denn die ganze Familie geht sonntags in den Wienerwald (– das war Vatis Idee!). Und zum Essen gibt es knusprige Hendl, goldbraune pommes frites und pikante Salate, – dazu ein Glas Wein für die Eltern – Ein wahres Sonntagsessen! In mehr als 70 Städten in fünf Ländern Europas bieten über 140 Brathendlstationen freundliche Gastlichkeit – täglich von 11 Uhr vormittags bis in die späte Nacht.

Wienderwald_kl.jpg

Schon mal einen Kompromiss gemacht?

T.F. Tenney:

Wenn ein Mann mir sagt, dass er nie einen Kompromiss eingegangen ist, weiß ich, dass eines von zwei Dingen über ihn wahr ist: 1) er ist entweder ein Lügner ODER 2) unverheiratet.

Ich würde noch hinzufügen: Nicht jeder Lügner ist verheiratet.

Theologie der Anfechtung

Anfang des 20. Jahrhunderts (nachzulesen bei Helmut Thielicke, Theologie der Anfechtung, 1949, S. 1):

Einige Studenten, die Adolf v. Harnack bei einem Umzuge behilflich waren, fragten ihn, an welcher Stelle seiner Bibliothek sie die dogmatischen Bücher aufbauen sollten. Harnack antwortete: »Stellen Sie sie zur schönen Literatur!«

Anfang des 21. Jahrhunderts:

Einige Studenten, die Antonius Emergentus bei einem Umzuge behilflich waren, fragten ihn, an welcher ›Location‹ sie die dogmatischen Bücher aufbauen sollten. Emergentus antwortete: »Stellen Sie sie zur historischen Theologie!«

Dawkins’ Eigentor

w1000.jpgIn Großbritannien haben Atheisten eine Kampagne gegen religiöse Erziehung gestartet. Eltern sollten ihren Kindern nicht mehr den eigenen Glauben weitergeben und ihnen somit keinen religiösen Stempel aufdrücken.

Die beiden glücklichen Kinder, die Richard Dawkins & Co. für ihre neuste Anzeige gewählt haben, stammen allerdings aus einer bekannten christlichen Familie.

Hier mehr: www.timesonline.co.uk.

VD: AW

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