20 Jahre Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam

Am 5. August 1990 bekräftigten 45 Außenminister im Namen der Mitglieder der Konferenz Islamischer Staaten mit der Kairoer Erklärung ihre eingeschränkte Sicht der Menschenrechte unter der Vorbedingung der Gültigkeit der Scharia. Obwohl fast alle islamische Staaten die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948 unterschrieben haben, vertritt die Konferenz Islamischer Staaten die Auffassung, dass Muslime alleine göttlichem Gebot, also der Scharia Folge zu leisten hätten, die Menschenrechtsabkommen der Vereinten Nationen hingegen menschliches Werk und damit für Muslime nicht bindend seien. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) kritisiert, dass damit Nicht-Muslime in islamischen Ländern vor dem Gesetz zu Bürgern zweiter Klasse würden, die Gleichberechtigung von Mann und Frau abgeschafft sei und die freiwillige Entscheidung, seinen Glauben zu wechseln, mit Hinweis auf die Menschenrechte im Islam verhindert werde, ja sogar mit langjährigen Haft und sogar mit der Todesstrafe geahndet werden könnte. Laut IGFM leiden in nahezu allen Mitgliedsländern der Konferenz Islamischer Staaten, zu den heute 57 Staaten gehören, Nichtmuslime unter Benachteiligung, Diskriminierung bis hin zur offenen Verfolgung. Gemessen an der Zahl der Opfer stellen die Christen die größte Opfergruppe. Die IGFM kritisiert, dass die Weltöffentlichkeit zu wenig Notiz von der fortschreitenden Festigung des Willens der Kairoer Erklärung nimmt: So sei der Menschenrechtsrat selbst als Steigbügelhalter für die Einschränkung der Menschenrechte aufgetreten, indem er eine Abstimmung zugelassen habe, in dessen Folge jegliche Kritik an menschenrechtswidrigem Handeln aus religiösen Gründen unzulässig sei. Gerade im Hinblick auf den Schutz vor den Folgen aus ungerechtfertigter Beschuldigung wegen Blasphemie oder für Konvertiten und den Vollzug barbarischer Strafen wie Steinigung, Amputation und Prügelstrafen habe der Menschenrechtsrat unselige Fakten geschaffen. Versagt hätten aber auch die westlichen und abendländisch orientierten Staaten, die es nicht vermocht hatten, sich auf eine gemeinsame Linie zum Schutz der Menschenrechte zu einigen, so die IGFM.

Nach der »Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Islam« vom 19.9.1981 durch den »Islamrat für Europa« ist die Kairoer Erklärung das zweite große multinationale Menschenrechtsdokument der islamischen Welt. Trotz weitreichender Garantien für die persönliche Freiheit des Menschen und die Unterstreichung, dass die grundlegenden Rechte und Freiheiten «verbindliche Gebote Gottes« seien und deshalb jeder Mensch individuell für ihre Einhaltung verantwortlich und deren Missachtung und Verletzung eine schreckliche Sünde sei, ist laut Abschlussartikel 25 die Scharia «die einzig zuständige Quelle für die Auslegung und Erklärung jedes einzelnen Artikels dieser Erklärung.« So bietet die Kairoer Erklärung Schlupflöcher für Steinigung und Amputation, indem sie gewährten Schutz des Lebens oder der körperlichen Unversehrtheit durch Hinweis auf die Gebote nach Schariarecht wieder aufhebt.

Weil der Islam – wie es dort heißt – die Religion der reinen Wesensart ist, ist es verboten, irgendeine Art von Druck auf einen Menschen auszuüben oder seine Armut oder Unwissenheit auszunutzen, um ihn zu einer anderen Religion oder zum Atheismus zu bekehren. Es ist daher eine logische Folge, dass jeder Mensch das Recht hat, im Einklang mit den Normen der Scharia für das Recht einzutreten, das Gute zu verfechten und vor dem Unrecht und dem Bösen zu warnen. Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerung, soweit er damit nicht die Grundsätze der Scharia verletzt. Die freie Entscheidung, seinen Glauben zu wechseln, wie sie von der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und dem Pakt für Bürgerliche und politische Rechte garantiert wird, ist durch diese Erklärung für Muslime aufgehoben: Konversion zum Islam ja, Islam verlassen unter Androhung schwerster Strafen, nein.

Zur Heirat verurteilt

51MWZE6A2EL._SL160_.jpgSabatina, Jasmin und Sarah teilen ein Schicksal: Sie sind von einer Zwangsheirat betroffen – und sie sprechen offen über das Thema. Sie möchten mit ihrem Schicksal wachrütteln, in einem Land, in dem Gleichberechtigung zwar in der Verfassung steht, aber noch längst nicht für alle Frauen gilt, selbst dann nicht, wenn sie deutsche Staatsbürgerinnen sind.

Es lohnt sich, dass 30-minütige Video anzuschauen: 37grad.zdf.de. Das Buch von Sabatina gibt es hier: www.amazon.de.

Ägyptens bekanntester Konvertit vor Gericht

Ägyptens mit Abstand bekanntester Konvertit zum Christentum, der Journalist Mohamed Hegazy, stand am heutigen Dienstag vor Gericht. Hegazy hatte am 2. August 2007 als erster Ägypter die Änderung der Religionszugehörigkeit in seinem Personalausweis von »Muslim« in »Christ« beantragt. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, war die heutige Verhandlung einzig zu dem Zweck angesetzt worden, das Urteil in diesem Fall zu verkünden. Das große internationale Medieninteresse bewog den vorsitzenden Richter aber, das Verfahren »zu stoppen«. Die Verhandlung verfolgten mehr Journalisten, als übrige Teilnehmer anwesend waren, so die IGFM.

Hegazy hatte sich bereits mit 16 Jahren dem Christentum zugewandt. Wegen seines »Abfalls vom Islam« wurde er von der ägyptischen Staatssicherheit verhaftet und gefoltert. Mitglieder seiner eigenen Familie wollten ihn umbringen. Der Journalist Hegazy ahnte daher, was ihm bevorstehen würde, als er versuchte, sein Recht auf freie Wahl der Religion legal wahrzunehmen. Obwohl es in Ägypten Schätzungen zufolge mehrere Tausend Konvertiten gibt, hatte zuvor noch niemand diesen Schritt in die Öffentlichkeit gewagt. Nach Angaben der IGFM sind zahlreiche ägyptische Konvertiten von der Staatssicherheit verhaftet, misshandelt und gefoltert worden – darunter auch Frauen.

Für IGFM Vorstandssprecher Martin Lessenthin hat der Prozess um den Konvertiten Hegazy eine herausragende Bedeutung: »Hegazys Versuch, einen Präzedenzfall zu schaffen, kann nicht hoch genug bewertet werden. Entweder führt er dazu, dass die Anwendung vom Islam in Ägypten endlich legal wird, oder er zeigt, dass die Regierung Mubarak das Recht auf religiöse Selbstbestimmung missachtet.«

Der Religionseintrag in den Personalpapieren hat für ägyptische Staatsbürger sehr weitreichende zivilrechtliche Konsequenzen. Z.B. führt der Religionseintrag »Muslim« dazu, dass ein Mann seine Frau ohne Angabe von Gründen und ohne Unterhaltspflicht verstoßen kann. Nur drei Religionen sind vom ägyptischen Staat anerkannt, alle andere Religionen und Religionslosigkeit sind – zumindest bisher – de facto verboten. Während der Übertritt zum Islam problemlos möglich ist, verweigern die Behörden den Wechsel von Muslimen zu einer anderen Religion.

Ihr habt mit Hass gekocht

Necla Kelek wehrt sich engagiert gegen den jüngst erhobenen Vorwurf, sie sei eine Hasspredigerin:

Aber ich bestehe darauf, dass wir, reflektiert und auf den Inhalt konzentriert, über den Islam streiten, jenseits persönlicher Angriffe. Wir brauchen eine Debatte über das, was unsere Gesellschaft im Innersten zusammenhält: einen Diskurs über die Freiheit des Wortes und seine Grenzen und darüber, ob in diesem Land die Menschenrechte tatsächlich für alle gelten, auch für alle Muslime; welche Rolle die Religion in unserem Leben spielen sollte und warum unter Verdacht gerät, wer unsere Freiheitswerte verteidigt. Vielleicht spiegeln meine Kritiker ja nur ihre eigene Verunsicherung in Sachen „westliche Werte“ – die Steinfeld immer in Anführungszeichen setzt – und kompensieren dies mit verbalen Hieben.

Dabei wird deutlich, wie fremd ihnen die Kultur des Islam ist. Und irgendwie versuchen sie den Eindruck zu erwecken, es handele sich ums Feuilleton und nicht um eine politische Auseinandersetzung.

Hier der Text: www.faz.net.

Islamischer Gelehrter will Weihnachten verbieten

Ein erzkonservativer populärer Prediger will Christen in islamischen Ländern das Feiern untersagen. Die islamischen Regierungen sind entsetzt bis pikiert, protestieren aber nicht – denn niemand wagt die direkte Konfrontation mit dem Idol der Massen.

»Araber und Muslime dürfen keine Weihnachtsfeste mehr erlauben«, wetterte Scheich Jussuf al-Karadawi in einer Fatwa, einem islamischen Rechtsgutachten, das über das Internet verbreitet wird. Man müsse es den Christen in den islamischen Ländern verbieten, Weihnachten zu feiern. Denn solche Feste seien »haram«, verstießen also gegen den islamischen Glauben.

Hier mehr: www.spiegel.de.

Verbindet das Weihnachtsfest Christen und Muslime?

In Diskussionen um gesellschaftliche Integration und interreligiöses Zusammenleben wird nicht selten die Harmonisierung christlicher und islamischer Glaubensvorstellungen gefordert. Sie scheitert aus Sicht von Pfarrer Eberhard Troegers vom Institut für Islamfragen vor allem an den unterschiedlichen Aussagen der Bibel und des Korans über die Identität und Botschaft Jesu. Ein konstruktives gesellschaftliches Miteinander von Menschen christlichen und muslimischen Glaubens brauche daher neben dem aufmerksamen Blick für das Gemeinsame auch die Bereitschaft und den Mut, wesentliche Unterschiede im Menschen- und Gottesbild offen anzusprechen und auszuhalten. Denn Toleranz bedeute nicht, alles für richtig zu halten, sondern den anderen zu respektieren, ohne seine Überzeugung zu teilen. Während viele Muslime ihre Hochachtung vor dem Propheten Isa, wie Jesus im Koran genannt wird, betonten, und Jesus in verschiedenen Strömungen des Sufismus als großes geistliches und moralisches Vorbild der Demut und Askese verehrt werde, lehne der Koran den christlichen Glauben an die Menschwerdung Gottes in Christus, also die Weihnachtsbotschaft, als gotteslästerlich ab, erklärte Troeger anlässlich des bevorstehenden Weihnachtsfestes.

Befürworter einer Harmonisierung beziehen sich laut Troeger vor allem auf die positiven Beschreibungen Jesu, die aus der frühen Zeit Muhammads stammen. Muhammad war damals verfolgter Prediger einer neuen religiösen Gemeinschaft in Mekka. Diese Beschreibungen knüpfen offensichtlich an Schilderungen des Neuen Testaments und verschiedener apokrypher Schriften an. Sure 19,20 bezeugt die Jungfrauengeburt Jesu. In Sure 3,45-49 heißt es, dass Jesus durch die Kraft des Wortes Gottes geschaffen und im Diesseits und Jenseits angesehen werde und zu denen gehöre, die Gott nahe stehen. Engel verkünden Maria, dass Gott Jesus die Schrift, die Weisheit, die Thora und das Evangelium lehren wird. Seine Botschaft des Evangeliums (injil) wird in Sure 5,46 als Licht und »Rechtleitung und Ermahnung für die Gottesfürchtigen« bezeichnet. Nach Sure 3,49 heilt Jesus Blinde und Aussätzige und erweckt Tote zu neuem Leben. In Sure 5,112-115 wird beschrieben, wie Jesus seine Jünger mit einem wundersamen Essen aus dem Himmel versorgt.

Als sowohl Juden als auch Christen mit Berufung auf diese Wunder Jesu von Muhammad ähnliche Beglaubigungszeichen für seine göttliche Sendung forderten, verwies Muhammad auf die Einzigartigkeit des Korans als größtes Wunder. Erst in späteren Überlieferungen finden sich zahlreiche Berichte über Wunder Muhammads, deren Glaubwürdigkeit jedoch unter muslimischen Gelehrten umstritten ist. Im Vergleich mit Muhammad erscheint es aus Sicht von Troeger auch erstaunlich, dass Jesus weder im Koran noch in der Überlieferung einer einzigen Sünde bezichtigt wird, während gleich mehrere Koranstellen (Suren 40,55; 47,19; 48,2) beschreiben, dass Muhammad um Vergebung seiner Sünden beten musste. Unter muslimischen Theologen setzte sich später in offensichtlicher Reaktion auf die interreligiösen Auseinandersetzungen die Vorstellung von der Sündlosigkeit Muhammads und aller anderen Propheten durch, so Troeger.

Während Jesus in verschiedenen Koranstellen als »Wort von Gott«, Geist von Gott und Messias (z.B. Sure 4,171) beschrieben wird, wandte sich Muhammad insbesondere in seiner späteren Zeit als mächtiger religiöser und politischer Führer der wachsenden muslimischen Gemeinschaft in Medina immer entschiedener gegen den christlichen Glauben an Jesus als Gottessohn. Den Christen wird in Sure 5,72 vorgeworfen, mit der Verehrung Jesu Gott andere Götter beizugesellen und damit die schlimmste Sünde, nämlich die der Vielgötterei (schirk), zu begehen. Der Jesus des Korans und der islamischen Theologie erscheint damit lediglich als ein wichtiger prophetischer Vorläufer und Wegbereiter Muhammads. Wo die Bibel über diese Rolle Jesu hinausgeht, galt sie Muhammad als christliche Verfälschung der ursprünglichen göttlichen Botschaft.

»Jesus, wahrer (wirklicher) Gott vom wahren Gott ist Mensch geworden« (Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel, im Jahr 381 nach dem 1.Weihnachten) – dieser Anspruch galt schon den jüdischen Theologen und Führern zur Zeit Jesu als Gotteslästerung. Deswegen ließen sie Jesus zum Tod verurteilen und hinrichten. Der gekreuzigte Gottessohn – »für die Juden ein Ärgernis (skandalon), für die anderen eine Dummheit«. Das schrieb Paulus, der als jüdischer Theologe wegen dieser »Irrlehre« die jüdischen Christen verfolgt hatte, nach seiner Kehrtwendung zum christlichen Glauben an die Christen in Korinth (1. Korinther 1,23). Demnach trenne gerade die Weihnachtsbotschaft, dass Gott nicht unnahbar bleibt, sondern in Jesus Mensch wird, Christen und Muslime, erklärte Troeger.

Nicht der Islam, die eigene Glaubensleere ängstigt

Dankwart Guratzsch meint, der Islam konfrontiert die Europäer mit dem Verrat an ihren Traditionen und mit der Verleugnung ihrer Identität. Er fordert in seinem Kommentar, das Bauchgefühlt verunsicherter Betroffener ernst zu nehmen:

In den schon heute aufbrechenden Konflikten kündigt sich eine Krise des demokratischen Mehrheitsprinzips an, die nicht vorgesehen war und von niemandem thematisiert wird. Die Parallelgesellschaft, die sich in den Villenvierteln von Berlin, Hamburg, München und Düsseldorf verschanzt hat, mag sich in der Vorstellung wiegen, sie werde sich durch Modernisierung, Säkularisation, Fortschritt und Wohlstand von selbst beheben. Das Bauchgefühl der unmittelbar betroffenen Bevölkerungsschichten ist dies nicht.

Es wäre nicht das erste Mal in der Geschichte, dass es zu wenig ernst genommen wird.

Hier der Kommentar: www.welt.de.

Gerhard Schröders fauler Friede

Die Soziologin Necla Kelek antwortet bissig auf die jüngsten weltweisen Erklärungen des Altbundeskanzlers:

Dass der Islam ein »System« ist und nicht nur der Glaube an den einen Gott, will auch Schröder nicht verstehen, und wieder sind es die Europäer und ihre Medien, die sich ändern sollen, die die Muslime die Muslime mit „verändertem Blick“ betrachten müssen. Mit dieser wieder nur an den Westen gerichteten Aufforderung fällt der Altkanzler uns säkularen Muslimen im Streit mit den Wächtern des Islam in den Rücken. Ich kenne mich nicht mit Gasleitungen aus, deshalb schreibe ich auch nicht darüber. Ich schreibe über den Islam und der ist, Gerhard Schröder möge es mir glauben, nicht das, was man im Schatten des Halbmondes sieht. Als anatolische Migrantin möchte ich mit dem Staatsmann, die Weisheit Nasreddins teilen: Der Hodscha setzte sich immer verkehrt herum auf sein Reittier, weil er nicht in dieselbe Richtung wie sein Esel gucken wollte.

Hier der vollständige Text: www.faz.net.

Fundamentalismus des Beleidigtseins

Vier Jahre nach dem dänischen Karikaturenstreit zieht der verantwortliche Redakteur der Zeitung Jyllands-Posten, Flemming Rose, eine Bilanz. Ein neuer »Fundamentalismus der Beleidigung« bereitet ihm Sorgen:

Ich mache mir Sorgen – nicht so sehr darüber, dass ein islamischer oder politischer oder anderer religiöser Fundamentalismus seine Ziele gewaltsam erreichen könnte. Nein, mir macht ein neuer Fundamentalismus der guten Absicht Sorge. Nennen wir ihn den Fundamentalismus der Beleidigung.

Er ist ein globales Phänomen und breitet sich jeden Tag weiter aus, von Indien nach Indiana, von Bagdad nach Berlin. Er wird im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen befördert, er wird in Europa von einflussreichen politischen Kräften unterstützt, um wichtige weltanschauliche Konflikte in einer multikulturellen Gesellschaft zu verhindern.

Die Ironie eines Fundamentalismus der Beleidigung ist, dass er die positive Seite einer multikulturellen Gesellschaft betonen will, die Vielfalt schafft, dabei aber im Namen dieser Vielfalt bereit ist, die Vielfalt der Meinungen zu opfern.

Ich finde die Formulierung »Fundamentalismus der Beleidigung« missverständlich, da sie auch so verstanden werden kann, als gehe es um eine neue Lust am Beleidigen. Gemeint ist aber etwas anderes: »Wenn du meine Tabus akzeptierst, dann akzeptiere ich auch deine. Sage nichts, was mich beleidigen könnte. Respektierst du meine Tabus nicht, dann werde ich als Beleidigter dafür sorgen, dass du meine Tabus zu achten lernst.« Ein Teufelskreis, der schnell in die Gewalt führen kann. Was Flemming Rose also meint, ist wahrscheinlich ein »Fundamentalismus des Beleidigtseins«. Und Fundamentalismus scheint hier nichts anderes zu bedeuten als »Grundhaltung«.

Hier die Bilanz: www.welt.de.

Die Konversion vom Islam zum Christentum kann etwas kosten

Der SWR hat in einem kurzen aber guten Beitrag dokumentiert, wie schwer das Leben für Muslime (auch in Deutschland) werden kann, wenn sie ihren Glauben wechseln.

Der Mittschnitt des Beitrags »Abendmahl statt Ramadan – Muslime, die zum Christentum konvertieren, leben gefährlich« wird derzeit in der ARD-Mediathek angeboten, kann aber auch bei Youtube eingesehen werden: www.youtube.com.

Next Page »