R.B. Gaffin: Die Heilsordnung bei Paulus

201004071023.jpgGuy Davies hat das Buch:

  • Richard B. Gaffin Jr.: By Faith, Not By Sight: Paul and the Order of Salvation, Paternoster, 2006, 114 S., ca. 10 Euro

rezensiert. Thema des Buches ist die paulinische Heilsordnung (ordo salutis) und damit auch die »Neue Paulusperspektive« . Davies:

Gaffin also discusses eschatology and justification. Over and against N. T. Wright and other advocates of the “New Perspective on Paul”, the theologian does not think that justification is primarily concerned with the issue of who is a member of the church. He insists that justification is a forensic declaration that the believer is righteous in Christ. Justification thus defined that makes the gospel good news for guilty sinners. Paul emphasises that the Christian is justified on believing in Christ. Justification is therefore an event in the believer’s past. We have been justified by faith (Romans 5:1). But the apostle also teaches that there will be a future justification for believers (Romans 2:13, Galatians 5:5). Future justification will be “according to works”, but this does not compromise “justification by faith alone”. The believer’s past justification will not be imperilled by the future justification. N. T. Wright argues that future justification will be on the basis of a lifetime of faithfulness of God (see p. 98). But works will not be the basis of the believer’s future justification. Paul does not teach a future justification “by works”, but “according to works”. The distinction is an important one. The Christian is both transformed and justified on his or her union with Christ.

Hier die vollständige Buchbesprechung: exiledpreacher.blogspot.com.

Das Buch von Gaffin kann hier bestellt werden:

Glaubensgerechtigkeit und die »Neue Paulusperspektive«

Ligonier Ministries hat eine Ressourcensammlung zur (oder besser gegen die) »Neue Paulusperspektive« zusammengestellt: www.ligonier.org.

Thema der ETS-Tagung 2010: Die Glaubensgerechtigkeit

Das Thema der nächsten großen ETS-Tagung (17.–19. November in Atlanta, U.S.A.) lautet »Justification by Faith«. Als Hauptredner werden erwartet: John Piper (Pastor of Bethlehem Baptist Church, Minneappolis), N.T. Wright (Bishop of Durham) und Frank Thielman (Presbyterian Professor of Divinity, Beeson Divinity School).

Wer auch gern einen Vortrag halten möchte, kann sich hier bewerben: www.etsjets.org.

Michael Horton analysiert N.T. Wright’s Rechtfertigungslehre

Michael Horton, Professor für Systematische Theologie am Westminster Seminary in Kalifornien (U.S.A.), hat sich in einer Serie mit N.T. Wright’s Buch Justification: God’s Plan and Paul’s Vision beschäftigt. Trevin Wax hat freundlicherweise die einzelnen Artikel zusammengestellt:

  1. Introduction
  2. Justification and God’s single plan: The Covenant and History
  3. Justification and God’s people
  4. Justification and God’s Righteousness: Imputation and Future Hope
  5. Justification and God’s Righteousness: Covenant and Eschatology
  6. Justification, Faith, and Faithfulness: The Works of the Law
  7. Justification and the Testimony of Paul
  8. Justification and Romans
  9. “Works of the Law” – Soteriology and Ecclesiology
  10. Conclusion

Eine Tabelle, die die unterschiedlichen Positionen von N.T. Wright und John Piper aufführt, ist in der aktuellen Ausgabe von Glauben und Denken heute enthalten.

Nachtrag: Inzwischen gibt es die Analyse von M. Horton auch zusammengefasst als PDF-Datei: www.whitehorseinn.org.

Ed Sanders: »Ist das Vermächtnis des Paulus noch von Bedeutung?«

Ed Sanders gilt als Mitbegründer der »Neuen Paulusperspektive« (engl. New Perspective on Paul). Am 1. Oktober 2008 hat er an der Villanova University (U.S.A.) eine Gastvorlesung zum Thema »Is Paul’s Legacy Relevant Today?« gehalten und dabei danach gefragt, ob Paulus’ Sichtweisen von der Obrigkeit, der Sexualethik und des Konzeptes von einer Person in Christus heute noch relevant sind.

Die Vorlesung wurde auf Video aufgezeichnet und kann hier nachträglich gehört werden: www.youtube.com.

Martin Hengel (1926–2009)

41Evpr1nrzL._SL160_.jpgDer emeritierte Professor Martin Hengel ist heute Nacht in Tübingen im Alter von 82 Jahren verstorben. Der evangelische Theologe war von 1972 bis 1992 Professor für Neues Testament und Antikes Judentum an der Universität Tübingen. Über viele Jahre leitete er das Institut für antikes Judentum und hellenistische Religionsgeschichte der von ihm gegründeten Philipp-Melanchthon-Stiftung.

Hengel, der an den Forschungen Adolf Schlatters anknüpfte, war einer der bedeutendsten Neutestamentler und größten Paulusforscher im 20. Jahrhundert. In seinem großen Werk Judentum und Hellenismus: Studien zu ihrer Begegnung unter besonderer Berücksichtigung Palästinas bis zur Mitte des 2. Jahrhunderts vor Christus wies Hengel nach, dass das antike griechische Denken bereits zu Lebzeiten Jesu weite Teile des Judentums durchdrungen hatte. Er bestritt somit die nachträgliche Hellenisierung und Verfremdung des jüdisch-christlichen Glaubens, die in den Arbeiten von Adolf von Harnack oder Rudolf Bultmann vorausgesetzt wurde.

Wright, Piper und die Rechtfertigungslehre

Trevin Wax hat die Positionen von John Piper und N.T. Wright zur Rechtfertigungslehre zusammengestellt und CT hat die Tabelle gedruckt.

Freundlicherweise kann die Gegenüberstellung nun auch als PDF herunter geladen werden: www.christianitytoday.com.

Was schreibt N.T. Wright zur Rechtfertigungslehre?

Tom Schreiner, Mark Seifrid und Brian Vicker haben diese Woche am Boyce College über das neue Buch von N.T. Wright diskutiert. Denny Burk hat durch das Gespräch geführt und liefert in seinem Blog weitere Informationen und den Link zu einem Audiomitschnitt: www.dennyburk.com.

E.P. Sanders blickt zurück

Das bedeutendste Fundament für die so genannte ›Neue Paulusperspektive‹ wurde 1977 von Ed Paris Sanders mit dem Werk Paul and Palestinian Judaism (auf Deutsch vergriffen) gelegt. Sanders wühlte die akademische Welt der zeitgenössischen paulinischen Studien mit der These auf, der Judaismus sei zur Zeit des Paulus kein selbstgerechtes, auf Werke gegründetes System, sondern sei damals bereits eine Gnadenreligion gewesen.

Die neuen Paulusperspektiven stehen und fallen mit der Wahrnehmung der jüdischen Religion zwischen 200 v.Chr und 200 n.Chr. Friedrich Avemarie und Simon Gathercole haben die Thesen von Sanders bereits in einigen Punkten relativiert und korrigiert. Ich vermute, dass demnächst weitere kritische Werke publiziert werden.

Hier ein autobiographischer Rückblick von Sanders auf seine akademische Laufbahn: An Academic Autobiography.

Außerdem hier ein Promo-Interview mit E.P. Sanders anlässlich zwei neuer Buchveröffentlichungen zu seinen Ehren:

Die Rechtfertigungslehre von N.T. Wright

517HSHF0KWL._SL160_.jpgGuy Prentiss Waters hat unter E.P. Sanders promoviert und gilt als profunder Kenner der »Neuen Paulusperspektive«. Mit seinem Buch:

hat er eine solide und kritische Auseinandersetzung mit der »New Perspective on Paul« vorgelegt.

Das ReformedForum hat jüngst zwei sehr interessante Gespräche mit Waters über die Rechtfertigungslehre von N.T. Wright publiziert. Dabei gehen Waters und die anderen Gesprächsteilnehmer auch auf das neue Buch von Wright ein.

  1. N.T. Wright’s Doctrine of Justification, Teil 1
  2. N.T. Wright’s Doctrine of Justification, Teil 2

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