Was braucht der Pietismus heute?

Klaus Bockmühl schrieb 1977 (Herausforderung des Marxismus, S. 123): Was der eine soziale Verantwortung empfindende Pietismus heute braucht, ist nicht Anpassung — weder nach rechts noch nach links —, sondern Buße, Umkehr, so daß Gott für ihn wieder zum … [Weiterlesen...]

Gott und sein schlechter Ruf

„Wie bringt man den liebenden Gott des Alten Testaments mit dem gestrengen Gott des Neuen Testaments überein?“ Dieser erste Satz des Buches Der missverstandene Gott? von David T. Lamb ist schon Mal gut. Der Verlag schreibt: Man könnte fast glauben, Gott … [Weiterlesen...]

Der Heilige Geist ist kein Skeptiker

Zum Reformationstag ein deftiges Lutherzitat. Der Reformator schrieb 1525 an Erasmus: Lass uns Zeugen der Wahrheit sein und uns um Wahrheitsbezeugungen bemühen und uns daran erfreuen! Halte du es nur mit deinen Skeptikern und Akademikern, bis Christus auch … [Weiterlesen...]

Die Herrschaft der Zeit

Hubert Windisch schreibt in seiner Minima Pastoralia (Würzburg: 2001, S. 23): Eines der markantesten Zeitzeichen der Gegenwart ist das ausgeprägte Interesse an der Zeit als solcher. Es ist bemerkenswert, dass gegenwärtig über nichts so viel nachgedacht und … [Weiterlesen...]

Über statistische Wahrheit

Mark Twain (1835–1910): Immer wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, dann ist es Zeit sich zu besinnen. … [Weiterlesen...]

Kirche ist eine zarte Sache

Martin Luther schreibt in seiner Galatervorlesung zu 1,6: Da die Kirche eine so empfindliche und zarte Sache ist und so leicht zerstört werden kann, gilt es wachsam zu sein gegen jene Schwarmgeister, die, kaum dass sie ein paar Predigten gehört, ein paar … [Weiterlesen...]

„Glaube an dich selbst“

G.K. Chesterton schreibt in seinem Buch Orthodoxie (S. 37–38; siehe dazu hier): Ich erinnere mich, dass ich einmal mit einem wohlhabenden Verleger spazieren ging und der eine Bemerkung machte, die ich schon oft zu hören bekommen hatte; fast kann man sie als … [Weiterlesen...]

Der höchste Vorsatz des Teufels

Martin Luther schreibt in der Vorrede zu seiner Auslegung des Galaterbriefes (Vorlesung von 1531): Und das ist der höchste Vorsatz des Teufels und der Welt von Anfang an: Wir sollen nicht als Übeltäter erscheinen, sondern, was immer wir tun, das muß Gott … [Weiterlesen...]

Abwehrmechanismen

Hans Asmussen (1898–1968) schrieb 1935: Ich wage nicht zu sagen, welcher Rettungsversuch der Gefährlichere ist: Gott umzustimmen oder sich selbst vorzumachen, dass man sich irrt, also sich selbst umzustimmen. … [Weiterlesen...]

Die ungeheure Härte des Glaubens

Die Ausgabe 2/2012 der Zeitschrift Sinn und Form wird Gespräche publizieren, die der Arzt Heinrich Huebschmann (1913–1995) im Jahre 1942 mit einigen herausragenden Intellektuellen geführt hat. Sinn und Form schreibt über Huebschmann: Die Lust am Widerspruch … [Weiterlesen...]

Martin Luther: Was ist der Mensch?

Der große Reformator Martin Luther starb am 18. Februar 1546 in Eisleben. Trotz schwerer Herzprobleme hatte er sich auf den Weg gemacht, um bei einem Streit der drei Grafen von Mansfeld zu schlichten. Der Streit wurde erfolgreich befriedet. Luther hatte aber … [Weiterlesen...]

Lady Gaga und der Geist der verstorbenen Tante

Ihre Drogensucht hat der amerikanischen Diva Lady Gaga fast das Leben gekostet. Wie sie in ihrer Autobiographie offenbart, hat schließlich ihre verstorbene Tante sie zurück ins Leben geholt. „Ich war kein fauler Junkie. Ich wollte unbedingt Künstler sein“, … [Weiterlesen...]

Weltverbesserung als Erziehung des Menschengeschlechts?

Bei der Lektüre eine Aufsatzes von Eberhard Busch habe ich einen grandiosen Absatz über den Ausgang der Föderaltheologie in der historisch-kritischen Theologie gefunden. Busch schreibt im Blick auf die erwartete Weltverbesserung (Ökonomiegedanke) bei G.E. … [Weiterlesen...]

Deutschland: Mehr Wahrsager als Theologen

Michael Thoms schreibt in einer wissenschaftlichen Hausarbeit (Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung ohne Quellenangaben): Inzwischen sinkt die Zahl der evangelischen und katholischen Theologen deutlich im Gegensatz zu den Wahrsagern. Eine Statistik aus dem … [Weiterlesen...]

Wittgenstein über den geringsten Widerstand

Ludwig Wittgenstein schrieb am 20. Februar 1931 in sein Tagebuch: Die meisten Menschen folgen in ihrer Handlungsweise der Linie des geringsten Widerstandes; und so auch ich. … [Weiterlesen...]

Biermann: »Im Paradies würde ich vor Langeweile sterben«

DIE ZEIT hat mit dem Bürgerrechtler und Skeptiker Wolf Biermann zum 75. über falsche Hoffnungen gesprochen. Auch der Glaube an Gott kam dabei zur Sprache. Ich schätze die Denkanstöße des sprachmächtigen Biermann. Diesmal gefällt mir folgendes Zitat … [Weiterlesen...]

Augustinus: Vom Ermutigen und ›Dämpfen‹

Aurelius Augustinus (De utilitate credendi, 24): Es gibt … kaum jemanden, der seine Fähigkeiten richtig beurteilt. Wer sie unterschätzt, muss ermutigt, wer sie überschätzt, muss gedämpft werden, damit der erste nicht an der Hoffnungslosigkeit zerbricht, der … [Weiterlesen...]

Augustinus: Der Christ und seine Kritiker

Aurelius Augustinus (Confessiones 10.5): Möchte Brudersinn an mir lieben, was Du [Gott] als liebenswert ihm zeigst, und an mir beklagen, was Du als beklagenswert ihm zeigst. Doch das brüderliche Herz soll es tun, nicht eins, das draußen ist, keins von den … [Weiterlesen...]

Als Gott die Sünder schuf

In der aktuellen Ausgabe von chrismon stellt sich der Chefredakteur Arnd Brummer der Frage: »Warum soll Gott Geschöpfe bestrafen, die er als Sünder geschaffen hat?«. Da schon die Frage falsch gestellt ist, darf man von der Antwort nicht viel erwarten. Aber … [Weiterlesen...]

Calvins Bibel- und Gesetzesverständnis

Reiner Zimmermann schreibt in: Reiner Zimmermann: Calvinismus in seiner Vielfalt: Die Bedeutung des Reformators für die evangelische Christenheit, Neukirchen-Vluyn: Neukirchener Verlagsgesellschaft, 2011, S. 98 Calvin wusste sich – wie wir sahen – … [Weiterlesen...]

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